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Die Marais des Cotentin im Winter, eine weite Seenlandschaft
Halbinsel Cotentin

Rau, weit und angenehm unentdeckt

Die Nordwestspitze der Normandie hat alles, was man von der Küste erwartet, nur ohne die Menschenmengen.

Blick über die Feuchtwiesen des Naturparks

Die Marais des Cotentin

Hinter dem Garten des Maison les Grues beginnt der Regionale Naturpark „Marais du Cotentin et du Bessin“: 140.000 Hektar, davon 30.000 Hektar Feuchtgebiet. Im Sommer weiden hier Kühe und Pferde, im Herbst werden die Schleusen geöffnet.

Dann verwandeln sich die Wiesen in eine Seenlandschaft – einen riesigen Spiegel, in dem sich der normannische Himmel bricht. Tausende Zugvögel machen hier Station oder überwintern. Rund fünf Prozent des französischen Weißstorchbestands ziehen im Park ihre Jungen auf.

4.600 Kilometer Wanderwege durchziehen den Park, darunter 18 kurze Lehrpfade. Achten Sie auf die Holzschilder mit der Aufschrift „Sentier Découverte“.

Weite Sandstrände an der Westküste des Cotentin

Strände, an denen Hunde laufen dürfen

Die Westküste des Cotentin besteht aus kilometerlangen Sandstränden und Dünen. Bei Ebbe zieht sich das Wasser weit zurück – dann können Sie stundenlang laufen, ohne jemandem zu begegnen.

An der Ostküste liegen die Landungsstrände. Bei Ebbe sind dort noch heute Wracks zu sehen. An vielen Stränden lässt sich der Austernernte zuschauen.

Für ausgedehnte Spaziergänge eignen sich auch die alten Zöllnerwege entlang der Küste, der Sentier des Douaniers.

Fallschirmspringer bei den Feierlichkeiten zum Jahrestag des D-Day

Der 6. Juni 1944 vor der Haustür

Die Ferienhäuser liegen mitten in einer damaligen Schlachtzone. In Sainte-Mère-Église, zehn Minuten entfernt, hängt bis heute eine Puppe am Kirchturm – zur Erinnerung an den Fallschirmjäger John Steele, der dort hängen blieb.

Das Airborne Museum im Ort, die Batterie Crisbecq, das Normandy Victory Museum bei Carentan und der Utah Beach sind alle in einer guten halben Stunde erreichbar. Der deutsche Soldatenfriedhof in Orglandes liegt wenige Fahrminuten entfernt.

Ein stiller, sehr persönlicher Ort ist die „Mauer der Erinnerung“ in Port Filiolet: Ein Zeitzeuge hat seine Erinnerungen an Besetzung und Befreiung als Relief in die Wand seines Hauses gearbeitet.

Bitte beachten Sie: In Museen, auf Friedhöfen und im Naturschutzgebiet sind Hunde meist nicht erlaubt. Die Batterie Crisbecq nimmt Hunde hingegen mit.

Calvados-Verkostung beim Erzeuger

Cidre, Calvados und Camembert

Die drei berühmten „C“ der Normandie schmecken vor Ort anders als im Supermarktregal. Der Calvados stammt ursprünglich vom Cotentin: Der erste schriftliche Beleg für das Brennen von Apfelwein stammt aus dem Tagebuch eines Edelmanns aus Le Mesnil-au-Val.

Wenn Sie über Land fahren und am Wegrand ein Schild mit „Calvados“ sehen, lohnt sich der Abstecher fast immer. Auf den Wochenmärkten ist Probieren ausdrücklich erlaubt.

Dazu: Austern aus Saint-Vaast, Muscheln, Salzwiesenlamm und der beste Brioche der Normandie in Le Vast.

Empfehlenswerte Erzeuger

  • Herout
    36 route de Cantepie, 50500 Auvers
  • Pierre Guillotte
    12 La Févrerie, Bolleville, 50250 La Haye
  • Domaine de Rugueville
    1 Carrefour des Hougues, 50580 Portbail

Lohnende Ziele

  • Sainte-Mère-Église

    10 Min.

    Airborne Museum, Kirche mit dem Fallschirmspringer, viele Buchläden zum Thema D-Day.

  • Utah Beach

    25 Min.

    Landungsstrand mit Museum und Gedenkstätten, weiter Sandstrand.

  • Carentan

    20 Min.

    Sumpfhauptstadt mit Hafenbecken, Markt am Montag, Normandy Victory Museum.

  • Barfleur

    1 Std. 15 Min.

    Eines der „schönsten Dörfer Frankreichs“, Granithäuser und die Église Saint-Nicolas (17. bis 19. Jahrhundert) am Wasser.

  • Le Vast

    1 Std.

    Der meistfotografierte Wasserfall der Normandie und angeblich der beste Brioche der Welt.

  • Mont-Saint-Michel

    1 Std. 45 Min.

    Als Tagesausflug gut machbar. Früh losfahren lohnt sich.

  • Phare de Goury

    1 Std. 20 Min.

    Leuchtturm an der wilden Nordwestspitze, Cap de la Hague.

  • Cap d’Étretat

    3 Std.

    Die Kreidefelsen der Alabasterküste. Ein langer, aber lohnender Tag.

Der Leuchtturm Phare de Goury an der Nordspitze des Cotentin

So kommen Sie her

Die bequemste Anreise ist mit dem eigenen Auto. Aus dem Rhein-Main-Gebiet sind es rund 900 Kilometer, aus dem Ruhrgebiet etwa 750, aus der Schweiz je nach Startpunkt 900 bis 1.000. Die Strecke führt über Belgien oder Paris und ist gut ausgebaut.

Wer die Fahrt teilen möchte, findet auf halber Strecke reichlich hundefreundliche Zwischenstopps. Eine ausführliche Anfahrtsbeschreibung erhalten Sie mit der Buchungsbestätigung.

Mit Hund nach Frankreich

  • EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung
  • Mikrochip zur Kennzeichnung
  • Für Hunde der Kategorien 1 und 2 gelten in Frankreich besondere Bestimmungen, bitte vorab prüfen
  • An Stränden gilt regional in der Hauptsaison eine Leinenpflicht

Die Einreisebestimmungen können sich ändern. Bitte prüfen Sie vor der Abreise die aktuellen Angaben der französischen Behörden.

Ein erster Eindruck

Wann dürfen wir Sie erwarten?

Schreiben Sie uns, welcher Zeitraum Ihnen vorschwebt und wie viele Hunde mitkommen. Wir antworten persönlich und meist noch am selben Tag.

Hund in den Dünen an der Westküste des Cotentin